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die Arbeit im Wachschutz

Bevor Sie im Wachschutz oder Sicherheitsdienst einen Job annehmen oder sich selbständig machen können, müssen Sie eine Schulung durchlaufen und/oder eine Prüfung vor der örtlich zuständigen IHK (Industrie- und Handelskammer) ablegen. Dabei handelt es sich um die 'Unterrichtung und Sachkundeprüfung nach der Gewerbeordnung 34a'. Für einfache, nicht übermäßig gefährliche Wach- und Sicherheitsdienste ohne festgelegte Kontrollgänge im öffentlichen und nichtöffentlichen Verkehrsraum, genügt in der Regel der Nachweis einer 'Unterrichtung nach § 34a GewO' von 40 Stunden.

34a Sachkunde, die Grundlage

für einen Job im Wachschutz

Wer als Sicherheitsbeamter oder Wachdienstpersonal unselbständig tätig ist oder tätig werden möchte, muss bei allen vorher festgelegten und bestimmten Kontrollgängen im 'öffentlichen Verkehrsraum' oder in 'Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr' eine Sachkundenprüfung nach 34a GewO vorweisen können. Eine bereits erfolgte 'Unterrichtung' kann als „Vorbereitung“ zur Sachkundenprüfung gesehen werden.

 

Typische Bewachungs- und Sicherheitsdienste, die zwingend nur mit einer Sachkundenprüfung ausgeübt werden dürfen, sind etwa der Einsatz von Ladendetektiven in großen Kaufhäusern oder Einkaufszentren, Türsteher einer Diskothek im Einlassbereich, City-Streifen, die etwa in einer Einkaufszone präsent sind und regelmäßig „Streife gehen“ oder auch Bewachungsposten in Bahnhöfen. Ganz aktuell auch leitendes Bewachungspersonal in Flüchtlingsunterkünften. Sicherheitsbeamte.,welche Kontrollgänge ausüben und dabei auf außergewöhnliche Probleme oder Straftaten stoßen, sollen bei ihrem Einsatz in keinem Fall die Polizei ersetzen, sondern fungieren eher als Bindeglied zwischen Polizei und Ladendetektiven. Dies bedeutet, dass diese lediglich ein „Jedermanns-Recht“ haben und wie jeder Bürger die Personenrechte zu beachten haben und entsprechend handeln müssen.

 

Seit 2016 genügt die 'Unterrichtung und Sachkundeprüfung nach § 34aGewO' allein allerdings nicht mehr aus, wenn Sie sich in der Wachdienstbranche selbständig machen möchten. Es muss bei der örtlich zuständigen Gemeinde neben der Gewerbeanzeige §14 GewO eine ausdrückliche Erlaubnis / Genehmigung eingeholt werden. Dazu muss ein Formular ausgefüllt und eingereicht werden. Diese Neuerung wurde erforderlich, da erfahrungsgemäß die körperlichen Gefahren für einen Wach- oder Sicherheitsbeamten, etwa als Türsteher einer Diskothek im Eingangsbereich oder als Kaufhaus-Detektiv, nicht von der Hand zu weisen sind. Es werden immer häufiger Unfälle und Verletzungen in derartigen konfliktgeladenen Bereichen gemeldet.

 

Das Amt überprüft zusätzlich verschiedene persönliche und finanzielle Kriterien der natürlichen oder juristischen Person. Soll Wachpersonal beschäftigt werden, kommen unter Umständen gewisse Auflagen in Betracht, die darüber entscheiden, ob das angestellte Wachpersonal mit oder ohne 'Sachkundeprüfung' beschäftigt werden kann (siehe vorherigen Absatz).

 

Nichtselbständige, die für ein Bewachungsunternehmen arbeiten möchten, legen dem jeweiligen Arbeitgeber den Personalausweis oder einen Reisepass, (falls bereits vorhanden den Nachweis über die 40-stündige Unterrichtung und/oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO) und ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis, sowie ggf. einen gültigen Führerschein vor.

 

Die 'Unterrichtung nach § 34a GewO ' soll über die Bewachungsvorschriften, Pflichten und rechtlichen Befugnisse informieren. Nach Durchlauf der Unterrichtung können alle erforderlichen Bewachungsaufgaben praktisch und eigenverantwortlich ausgeübt werden.

 

Die Unterrichtung beinhaltet u. a. Rechtsfragen der öffentlichen Sicherheit u. Ordnung, einschließlich Gewerberecht und Datenschutzrecht und Bürgerliches Gesetzbuch, Straf-. u. Verfahrensrecht, Umgang mit Waffen, Unfallverhütungsvorschriften im Wach- u. Sicherheitsdienst und allgemeine Kenntnisse über verschiedene Sicherheitstechniken.

 

An der 'Unterrichtung nach §34 GewO' kann jeder volljährige Erwachsene ohne besondere Vorkenntnisse teilnehmen. Wer will, kann die Themen auch im Eigenstudium bzw. online abarbeiten. Allerdings können 'Sachkundeprüfungen nach § 34a GewO' nicht online abgelegt werden. Von daher wäre es praktischer an den Unterrichtungen der IHK persönlich teilzunehmen, zumal Sie ohne regelmäßige Teilnahme an den Kursen, keinen Nachweis über die 'Unterrichtung' von der für Sie zuständigen IHK bekommen.

 

 

Die 'Unterrichtung und Sachkundeprüfung nach §34a GewO'' erfolgt in mündlichen und schriftlichen Verfahren und wird ausschließlich in deutscher Sprache ausgeführt. Sie müssen folglich über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Die Sachkundeprüfung hat den gleichen Inhalt wie die Unterrichtung selbst.

 

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie von der '40-stündigen Unterrichtungspflicht' befreit werden. Wenn Sie beispielsweise im mittleren Polizeivollzugsdienst, beim Zoll, in der Justizvollzugsanstalt oder beim Bundesgrenzschutz, jeweils mit Erlaubnis zum Tragen einer Waffe oder beim „Bund“ als Feldjäger tätig waren oder eine Ausbildung als 'Fachkraft für Sicherheit u. Schutz', 'Geprüfte Werkschutzfachkraft' oder 'Geprüfte(r) Werkschutzmeister(in)' nachweisen können, entfällt eine Teilnahme an der Unterrichtung und/oder Sachkundeprüfung nach §34a GewO vollständig. Es versteht sich von selbst, dass Sie die erfolgten Aus- u. Weiterbildungen oder bestandenen Prüfungen einer mittleren Laufbahn nachweisen müssen.

 

Es gibt darüber hinaus bestimmte Berücksichtigungszeiträume, wonach Sie als unselbständiger Wachschutz- oder Sicherheitsbeamter keinen Unterrichtungsnachweis erbringen müssen. Des trifft für Sie zu, wenn Sie am 31. März 1996 als Wachpersonal in einem Bewachungsunternehmen beschäftigt waren. Ihr Arbeitgeber hat Ihnen darüber eine Bescheinigung auszustellen. Die Befreiung von der 'Unterrichtung nach § 34a der GewO' gilt auf Dauer und ist auch bei einem Wechsel des Arbeitgebers gültig. Dieser Stichtag ist für Sie außerdem relevant, wenn Sie mindestens 3 Jahre lang als Unselbständiger im Bewachungsgewerbe tätig waren und sich später oder aktuell selbständig machen wollen. Sie benötigen in dem Falle weder einen Unterrichtungsnachweis noch müssen Sie die Sachkundeprüfung nach §34a GewO ablegen.

 

Wer also nur einer Unterrichtungsverpflichtung nachkommen muss und diese durch eine Ausbildung oder einen offiziellen Nachweis beikommt, kann viele Wach- und Schutzdienstaufgaben / -arbeiten übernehmen. Vorab sei festgestellt, dass eigentlich alle Wach- und Schutzdienste einzig mit der 'Unterrichtung nach 34a GewO' auskommen, die nicht mit vorher festgelegten und immer gleichen Kontrollgängen (Streifendienst) im öffentlichen und nichtöffentlichen Verkehrsraum verbunden sind.

 

Ein Museumswächter beispielsweise, der nur hin und wieder und willkürlich von einem Raum zum anderen geht, um nach dem Rechten zu sehen, benötigt keine Sachkundeprüfung, jedoch muss er „unterrichtet“ worden sein. Ein Pförtner der innerhalb des eingezäuntem Firmengeländes nach Geschäftsschluss des Unternehmens auf Streife geht, benötigt ebenfalls keine Sachkundenprüfung. Ein Sicherheitsbeamter, der außerhalb des Zaunes eines Firmengeländes nach einem festem Zeitfenster kontrollieren würde, müsste dahingegen eine Sachkundenprüfung vorweisen. Ebenso der Sicherheitsbeamte, der als Objekt- bzw. Werkschutz während des laufenden Betriebes genau festgelegte Kontrollgänge und weitere Sicherheitsdienste auf dem Firmengelände und innerhalb des Gebäudes ausübt.

 

Weitere „Posten“ und Aufgaben im Bereich Bewachungs- und Sicherheitsdienst, die explizit k e i n e Sachkundeprüfung, aber den Nachweis über die Unterrichtung nach § 34a GewO erfordern, sind Mitarbeiter für Geld- und Werttransporte, Pförtner mit Zugangskontrollen, ein Türsteher im Auslassbereich einer Disko (dieser kassiert für gewöhnlich den Verzehr), Ordnungshüter (Security) bei Fußballspielen oder öffentlichen Konzerten mit Durchsuchung und Zutrittsverweigerung. In den sogenannten „Wellenbereichen“ sorgen diese ebenfalls für Ordnung oder kümmern sich um ohnmächtig gewordene Personen. Auch stehen derartige Security-Bedienstete „Posten“direkt vor Konzertbühnen oder regeln den Zugang bei überfüllten Bierzelten.

 

Bei Ihrer zuständigen Industrie- und Handelskammer erfahren Sie, wann die 'Unterrichtungen oder Sachkundeprüfungen nach §34a GewO' stattfinden und wie hoch die einzelnen Gebühren sind.

 

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